Der Digitale Wandel ist komplex, weil er alle Bereiche von Unternehmen erfasst. Ausnahmen? Keine. Die Grundlage für eine umfassende Digitalisierung der Wirtschaftsbereiche liegt in der Digitalisierung der Unternehmensprozesse. Hier schlummern die Schätze, die es zu heben gilt. Die Entwicklung und der Einsatz von digitalen Werkzeugen zum Datenaustausch, der Analyse sowie der Bewertung von Möglichkeiten werden zum entscheidenden Kriterium. Hierbei geht es nicht nur um die Effizienzsteigerung der bestehenden Geschäftsmodelle, oft entstehen bei kreativer Betrachtung vollkommen neue Felder. Doch wie kann diese Umwandlung erfolgreich gelingen? Es braucht digitale Reife in allen Ebenen von Unternehmen. Zu allererst einen Kulturwandel in Führung und Mitarbeiterschaft. Digitalisierung muss gewollt, gelebt und vorangetrieben werden. Ideenreichtum und Prozessdenken müssen abteilungsübergreifend gefördert werden. Es braucht freie Denkorte in Unternehmen, wo neue Konzepte erprobt und Prototypen gemeinsam mit Kunden getestet werden. Und es braucht digitale Bildung, die in ihrer Art und Weise den Anforderungen der Digitalisierung in Schnelligkeit und Komplexität gerecht wird. Herkömmliche Methoden helfen uns hier nur beschränkt weiter.

Wer eine digitale Kultur etablieren will, muss seine Mitarbeiter bilden. Ständig. Neben den technischen Kenntnissen, die sich im Monatstakt weiterentwickeln, spielen Kreativität, Problemlösungskompetenz und agiles Prozessdenken in allen Unternehmensbereichen eine immer größer werdende Rolle. Doch was kann und muss ich als Unternehmer konkret und sofort angehen?

Vordenker treffen. BarCamps und Hackathons bieten die einmalige Chance digitale Vordenker zu treffen und eine digitale Kultur zu erleben. www.barcamp-liste.de, www.barcamp-koblenz.de 

Die digitale Eingreiftruppe im Unternehmen etablieren. Das Thema der Digitalisierung gehört auf Platz eins der strategischen Unternehmensplanung. Hier gilt es die digitalen Denker und Macher im Unternehmen in die Verantwortung zu bringen. (P.S. nicht immer findet man diese im Bereich der klassischen IT.)

Starten. Als erstes steht die Prüfung des bestehenden Geschäftsmodells und mögliche Anpassungen durch die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft. Die Identifikation disruptiver Markveränderungen und die Vorbereitung neuer digitaler Geschäftsmodelle und Services muss einmal im Quartal auf die Agenda.

Weitere Projektthemen festlegen. Die Digitalisierung ist komplex. Also gilt es den richtigen Start zu finden. Hier eignet sich das Thema der Prozessdigitalisierung als gewinnbringender Einstieg.

Fördermöglichkeiten prüfen. Je nach Bundesland sehr unterschiedlich fördert Bund und Land KMU bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten im Unternehmen. www.bmwi-go-digital.de, www.digitalbonus.bayern

Experten hinzuziehen. Das in Deutschland einmalige Netzwerk www.mittelstand-digital.de bietet eine Vielzahl von bundesweiten Experten zu allen Themen der Digitalisierung. Im speziellen für das Handwerk stehen die Fachleute aus dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk www.handwerkdigital.de bei der Umsetzung zur Seite.

Start-ups gründen und kollaborieren. Gerade die Digitalisierung bietet dem Handwerk ungeahnte Möglichkeiten in neue digitale Geschäftsfelder vorzudringen. Warum nicht ein zweites oder drittes Unternehmen gründen.